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Die Belastungen, denen der Mensch in der heutigen Zeit ausgesetzt sind, sind vielfältig und es gibt Lebenssituationen, die auch die allerletzten Kraftreserven kosten – ein Burnout (engl. (to) burn out: „ausbrennen“) ist häufig die Folge davon. Allerdings muss er nicht akut auftreten. Ein Burnout entwickelt sich oft schleichend und über eine lange Zeit. Die Auslöser sind vielfältig, haben aber immer etwas mit Belastungen zu tun, denen der Mensch zu trotzen hat. Eine schwierige, berufliche Situation, vielleicht eine Mobbingsituation am Arbeitsplatz. Eine Erkrankung in der Familie oder im Freundeskreis oder gar ein Todesfall. Überstunden, finanzielle Sorgen, Beziehungsprobleme: und bei nicht wenigen Menschen kommt sogar alles zusammen. Menschen sind unterschiedlich veranlagt. Viele kommen auch mit kleinen Belastungen nicht zurecht und entziehen sich. Andere scheinen über unendliche Kraftreserven zu verfügen, übernehmen Verantwortung oder bekommen sie zugeschoben, bieten eine starke Schulter, sind für alles und jeden da – häufig nur nicht für sich selbst.
Ein Burnout kann die Folge sein und geschieht inzwischen sogar alarmierend häufig. Der Betroffene merkt es sogar selbst, kann es aber häufig nicht einordnen. Depressionen, starke Müdigkeit, ständige Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit können Symptome sein. Wer unter einem Burnout leidet, hat oft keine Worte mehr und schweigt. Die Betroffenen schaffen es einfach nicht mehr, sich Luft zu machen, ihre Probleme zu schildern, sie haben nicht einmal Tränen, sie erscheinen häufig völlig emotionslos. Die kleinsten Aufgaben, die man normalerweise mit links und in ein paar Sekunden eher nebenbei erledigt hat, erscheinen plötzlich bedrohlich und als nicht zu bewältigen. Hinzu kommt der Druck unter den der Betroffene sich selbst setzt. Er hat doch immer funktioniert. Warum jetzt nicht mehr? Betroffene fühlen sich schnell als Versager und das verstärkt die Symptome noch. Sie ziehen sich in sich selbst zurück, nehmen an nichts mehr teil, empfinden einfach an nichts mehr Freude. Häufig entstehen durch diese Symptome und das für die Familie vermeintlich merkwürdige Verhalten starke Beziehungsprobleme. Natürlich ist ein Burnout auch für die Familie oder den Partner des Betroffenen nicht einfach. Er muss erst einmal als solcher erkannt werden. Und die Betroffenen können meist nicht einmal klar aussprechen, dass sie sich ausgebrannt fühle – was die direkte Übersetzung von Burnout darstellt – und keine Kraft mehr haben, ihren Alltag zu bewältigen. Die Situation kann gefährlich werden, häufig beschäftigen Betroffene sich mit Suizidgedanken.
Der Hausarzt ist bei Burnout der erste und der beste Ansprechpartner. Er zieht die Betroffenen erst mal durch eine Krankschreibung aus dem Verkehr. Eine Kur oder eine Therapie sind meist die nächsten Schritte. Häufig wird analysiert, welche Auslöser der Burnout hatte und die Betroffenen sind aufgefordert, ihr Leben entsprechend umzustellen. Eventuell kann das eine neue Arbeitsstelle bedeuten, die Aufgabe einer Geschäftstätigkeit oder andere Dinge. In vielen Fällen hilft vor allem aber erst mal eine Auszeit.
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